16. August 2017

So mache ich einen Kräutergelee


Meine Lieben,

ein Kräutergelee ist schnell und auch ganz einfach zuzubereiten. Ich bevorzuge die fruchtige Variante, das bedeutet, ich nehme als Grundlage einen Kräutersud auf Apfelsaftbasis. 
 Und das geht so:

  Zuerst führt mich mein Weg in den Garten. Dort schneide ich mir frische Kräuter meiner Wahl.

Viele Kräuter, vor allem die mediterranen, lieben einen sonnigen Standort.
Und ihr Duft und ihre Aromen, die von ätherischen Ölen bestimmt sind, bilden sich  
in ihren Trieben am besten bei trockenem, heißem Wetter.
Deshalb sollte man diese Kräuter möglichst an sonnigen, heißen Tagen ernten. Und zwar am besten am späten Vormittag, wenn der Tau bereits abgetrocknet und die Pflanzen von den Sonnenstrahlen erwärmt sind. Dann ist die Konzentration an ätherischen Ölen in den Blättern am höchsten.

Geringfügig  anders sieht es mit den Käutern aus, die einen halbschattigen Platz im Garten bevorzugen. Hierzu gehören z. B. viele Minzearten. Um hier die bestmögliche Qualität 
zu bekommen, sollte man sie vor der Blüte ernten.

Heute nehme ich mir je 3 Zweige von:




der Zitronenmelisse...




dem Salbei (hier die panaschierte Form)...




der Pfefferminze...




der Ananas-Minze...




und dem Rosmarin.

Insgesamt also 2 Minzesorten und 3 andere Kräuter. 
Für einen Kräutergelee sollte man höchstens 5 verschiedene Kräuterarten nehmen, 
und diese sollten zusammen harmonieren.

Gelee mit Basilikum, Zitronenthymian, Rosmarin und Ananas-Salbei habe ich auch schon gemacht.
War richtig fein!
Aber ich variiere und experimentiere hier gerne etwas.
Probiert einfach aus, was Euch und Eurer Familie am besten schmeckt!




Dann nehme ich mir heute noch ein paar Blüten der Gewürz-Tagetes und




...einen kleinen Teil dieser Lavendelblüten.
(Der größere Teil ist für eine Teemischung bestimmt. Mehr dazu in einem späteren Post.)




 Diese Gartenschätze nehme ich jetzt alle mit in meine Küche.




Dort steht schon alles bereit: ein großer Topf,  eine Suppenkelle, die vorbereiteten Marmeladen-Gläser, eine Waage, Gelierzucker, Zitronensaft, Zitronensäure und mein Apfelsaft.
Dieser sollte naturrein, klar und ohne Zuckerzusatz sein.




Zuerst kommt der große Topf zum Einsatz. In ihn schütte ich 1 Liter Apfelsaft und gebe 
je 2 Stängel der gewaschenen Kräuter dazu.
Man kann auch noch Zitronen oder Orangenscheiben und die Zesten
der jeweiligen ungespritzen Zitrusfrucht mit hineingeben.




Alle Zutaten mit der Suppenkelle etwas nach unten in die Flüssigkeit drücken, 
und dann 10 Minuten leicht köcheln lassen.




Nach der Kochzeit  wird der Kräutersud abgesiebt. Der Topf kommt wieder auf den Herd und...




wir geben (bei dieser Menge) 500 g Gelierzucker 2 : 1 hinzu.




Den Zucker mit der Suppenkelle verrühren, bis er sich aufgelöst hat. 




Dann 2 Minuten sprudelnd kochen lassen.




Erinnert Ihr Euch? Ich habe von jedem der Kräuter 3 Stängel mit in die Küche gebracht. Aber nur 2 davon sind im Apfelsaft gekocht worden... Von den 3. Stängeln, der jeweiligen Sorten, mache ich die Blättchen ab und schneide diese ganz klein. Hierzu gebe ich dann noch die Blütenblättchen
von Lavendel und Gewürztagetes.




Zu dieser Mischung kommen als weitere Ingredienzien noch 2 cl frisch gepresster Zitronensaft und 
5 g Zitronensäure dazu. Ich hatte leider keine ungespritze Bio-Zitrone, von daher musste ich 
auf die Zesten verzichten, die ich ansonsten jetzt mit dazugegeben hätte.

Diese Zutaten kommen nun auch noch in den Topf,
 und alles zusammen sollte noch 1 weitere Minute kochen.




Nun den kochendheißen Gelee schnell in die vorbereiteten Gläser füllen. Achtet dabei darauf, dass die klein geschnittenen Kräuter und die Blütenblättchen gleichmäßig verteilt werden.
Als einen der letzten Arbeitsgänge, die Gläser mit einem Schraubverschlussdeckel verschließen.




 Dreht die Gläser einige Male um, damit sich die Kräuter im gesamten Glas gut verteilen.
(Macht man das nicht, bleiben sie alle an der Oberfläche...)




Nach dem Abkühlen noch etikettieren (Inhaltsangabe und Datum sind hier wichtig), und mit einem schönen Stoffhäubchen versehen...




Fertig!
Hier seht Ihr mein heutiges Ergebnis. Die Mengenangaben erbringen 4 dieser Bonne Maman Gläser wunderbarsten Kräutergelees.


Noch eine kleine Anmerkung "der Redaktion" - (also von mir):
 Das Alles geht mit Sicherheit deutlich schneller, als dieser Post  (einschließlich Bildbearbeitung)
gebraucht hat...schmunzel...


Kräutergelee ist sehr vielseitig verwendbar:
einfach als Brotbelag, für Torten (siehe hier und hier), im Salat-Dressing,
oder als besonderes Leckerchen zu Brie und Camembert!

Ich hoffe, Ihr könnt mit dem Rezept etwas anfangen. Zur Umsetzung wünsche ich Euch 
gutes Gelingen und natürlich den puren Genuss!!!




Jetzt darf ich wieder mit großer Freude 2 neue Followerinnen bei mit begrüßen.
Es sind

Christel Thiel 

und 

MarionNette mit ihrem neuen Blog "Licht trifft Schatten".


Ihr Beiden seid ganz...


...und fühlt Euch wohl bei mir!




 Ich wünsche Euch ALLEN diese Woche 

Augenblicke der Stille, die zu einem Lichtblick werden,
der Euch durch den ganzen Tag begleitet!


Alles Liebe 



Eure Heidi




Dieser Post wird noch verlinkt mit:







14. August 2017

Eine Sommertorte


Meine Lieben,

es gäbe so viel zu berichten und zu zeigen...
aber ich bin ziemlich geschafft. Seit Donnerstag so gut wie keine freie Minute...
Konzert, Besuche, Diamantene Hochzeit, 950 Jahrfeier - und das alles mit 1001 Vorbereitungen...
also Aktivitäten wohin das Auge sah...

Ich zeige Euch jetzt als Vorgeschmack eine leicht nachzumachende Sommertorte...
Das genaue Rezept findet Ihr hier!
Heuer habe ich nur statt Tayberrys Brombeeren genommen.



 Zudem habe ich auf den 1. Teigboden statt Kräutergelee diesmal Brombeergelee gestrichen, 
und dazu noch eine Lage  Brombeeren aufgelegt, welche ich dann mit rotem Tortenguss fixiert habe...



 Als der Guss erkaltet war, kam der Sahnequark, wie in diesem Rezept beschrieben, zum Einsatz!



Obenauf Brombeeren, Melisseblättchen und am Rand - Brombeeren im Wechsel mit
richtig dicken Himbeeren...hm, fein!

Gut gekühlt servieren, einen schönen Kaffee oder Tee dazu...,
...so läßt sich der Sommer (auch bei wechselndem Wetter) genießen!




Habt es fein und alles Liebe für Euch


Eure Heidi





Das musste ich Euch noch unbedingt zeigen...Ich sagte es ja schon:
Wir haben heuer ein ganz unglaubliches Beerenjahr!
Mit richtigen Wucht-Brummis...

Meine Lieben, mir ist jetzt erst aufgefallen, dass man gar nicht unbedingt
erkennen muss, dass das hier (zum Größenvergleich) eine
Streichholzschachtel ist...ts, ts, ts...
Pardon - das macht der Stress...


Ich drücke Euch

Eure Heidi







12. August 2017

Freitagsblümchen für Holunderblütchen



Meine  Lieben,

die schönen Sonnentage nutzen wir schon gleich zum Frühstück auf der Terrasse. 
Und da einige Blumen ja noch üppiger blühen, wenn man sie in Teilen ihres Blütenschmucks  "beraubt" (s. Dahlien), erlaube ich mir auch immer wieder auf dem Terrassentisch ebenfalls Blumenschmuck zu haben...

😕Was ist jetzt wieder los? Ich versuche hier Bilder hochzuladen
und nichts funktioniert...
Jetzt wäre ich einmal beizeiten dabei gewesen, und hier 
spielt die Technik verrückt!!! So ein Mist! Pardon!!!

Nun versuche ich das schon zum wiederholten Male ...
Immer noch nichts...
Ich glaube das einfach nicht...


Wir kommen gerade von einem ganz großartigen Konzert!
Ich schnell die Treppe hoch, an den Laptop und Versuch Nummer  8 oder 9...
wird gestartet...


Jipiiiiiiiii!!!!! Endlich!!!!!!! Es funktioniert wieder!!!!!!!!!!!
Hier also meine Freitagsblümchen, die auch schon am Mittwoch in der Vase standen...



Diese Möglichkeit Blumen zu arrangieren gefiel mir immer schon besonders gut, 
als ich diese "Korbvase(n)" dann zu einem vernünftigen Preis entdeckte, war sie mein.




 Phlox, Euonymus...




...Mini-Flieder, cremefarbene Rispenhortensie...




...Fette Henne, Dahlie,  Lonicera "nitida maigrün"...




Blutweiderich, Weihrauchpflanze...




und das Röschen "The Fairy"...
...jeweils ein Stängel von all dem, verteilt auf die 6 reagenzglasartigen Glaselemente,
und fertig ist ein bunter Reigen sommerlicher Blüh- und Blattpflanzen...
Da schmeckt es gleich noch einmal so gut! Und der Tag kann beginnen!


Vom Konzert berichte ich Euch demnächst, denn es war etwas ganz besonderes...!


Jetzt wünsche ich Euch ALLEN ein ganz herrliches Wochenende!
Fühlt Euch gedrückt!

Eure Heidi




Diesen Post verlinke ich noch mit







7. August 2017

Mit Stecklingen geliebte Pflanzen vermehren


Meine Lieben,

Ihr habt eine wunderschöne Blühpflanze und hättet gerne genau dieselbe noch einmal...

Das geht - mit Stecklingen!

Denn Stecklinge haben nicht nur den Vorteil nichts zu kosten, sie sind als Pflanze ganz genau identisch mit der "Mutterpflanze"! Was ja bei der Vermehrung über Samen nicht immer der Fall ist.


Ich habe z. B. seit vielen Jahren eine ganz wunderschöne Rose (ohne botanischen Namen...). 
Und das kam so: 
Ich hatte bei meinem Schwager Hubert eine wunderschöne Rose in seinem Garten entdeckt. 
Sie blühte über viele Monate, duftete zart und hat eine wunderschöne Farbe...
Eines Tages kam er mit meiner Schwägerin Lotti zu uns zu Besuch...und was glaubt Ihr, hatte er dabei? Richtig! Einen mittlerweile gut durchwurzelten Steckling eben dieser Rose...
Ich war hin und weg. So eine wunderbare Aufmerksamkeit findet man nicht oft! 
Er gab sie mir mit den Worten: "Eine Rose für die Rose!" 
So etwas Wunderschönes kann man doch niemals vergessen! Oder, wie seht Ihr das?
Hubert lebt schon lange nicht mehr...aber seine Rose, sie heißt bei mir "Hubi-Rose",
blüht Jahr für Jahr soooo unglaublich schön. Und immer, wenn ich sie sehe, für die Vase schneide, daran schnuppere - denke ich an Hubert und seine außergewöhnliche Liebenswürdigkeit...
Ich werde mir jetzt zur Sicherheit wieder einen Steckling von ihr ziehen...



Meine "Hubi-Rose"    -     in all ihrer Pracht und Vielseitigkeit    -    eine Wonne


...und genau das könnt Ihr auch! Wenn Ihr im eigenen Garten oder bei Freuden oder der Familie Pflanzen seht, die Euch unglaublich gut gefallen oder die Super-Früchte tragen...
... und wenn sich dieselben dann auch noch per Stecklinge vermehren lassen - dann nur Mut! Versucht es! Es ist gar nicht schwer! (Zumindest meistens...)
Ein paar Regeln sind zu beachten und schon ganz losgehen!


Aber bevor ich jetzt mit der detaillierten Schilderung von der Stecklingsvermehrung mit ihren Regeln anfange, darf ich noch eine neue Followerin ganz herzlich begrüßen!

Es ist die liebe Birgitt mit ihrem Blog Erfreulichkeiten!

Birgitt sei 


...und fühle Dich wohl bei mir!





Und jetzt gehts los mit den Details zur Stecklingsvermehrung!!!


Hier wurde die Anzuchterde mit gebranntem Tongranulat gemischt. Anzuchterde (ich nehme fast immer TKS 2) ist sehr nährstoffarm. Und das ist wichtig! Normale Blumenerde z. B. enthält Dünger. Und der wiederum Salze...und die verbrennen die kleinen Würzelchen!!! Das wird also nichts!!!
Tongranulat lockert die Erde, speichert ganz ausgezeichnet Wasser, und es enthält keine organischen Bestandteile und von daher auch weniger Bakterien! 

Meine Lieben, Anzuchterde braucht Ihr allerdings nicht unbedingt extra zu kaufen. Es geht auch, wenn ihr Eure normale Gartenerde nehmt (aus einer Ecke, die schon länger nicht mehr gedüngt wurde!) und dann magert Ihr diese Erde noch zusätzlich ab, indem Ihr 1/3 bis 1/2 der Menge an Sand hinzufügt und alles gut vermengt!




Jetzt betrachten wir uns einen Johannisbeerzweig. Könnt Ihr das zweijährige vom einjährigen (diesjährigen) Holz unterscheiden? Das neue Holz hat eine hellere Rinde und der weiße Pfeil zeigt genau den Übergang.




Hier könnt Ihr es vielleicht noch besser erkennen. Zum einen trägt das einjährige Holz noch nicht, und die Verdickung zeigt deutlich die Schnittstelle zwischen ein- und zweijährigem Holz.




Was wir für einen Johannisbeersteckling brauchen ist das einjährige, erst leicht verholzte Stück.
Hier bei diesem Beispiel könnt Ihr übrigens sehr gut ausmachen, dass der Johannisbeerstock schon sehr alt ist (etwas über 30 Jahre!!!).
Woran Ihr das erkennt? Ihr erkennt das an dem kurzen Teilstück, das er dieses Jahr getrieben hat. 
Ein junger, vitaler Stock macht wesentlich längere, neue Triebe!




Hier noch einmal der Übergang zwischen ein- und zweijährigem Holz.
Das einjährige ist noch weicher und die Rinde heller. Es treibt wesentlich leichter Wurzeln!




Bei dem Schnitt achtet man darauf, dass dieser ca 1 cm vom nächsten Auge entfernt ist. Denn das für die Bewurzelung aktivste Gewebe liegt ca. 1 cm unterhalb eines Auges (eines Blattknoten)! 
(Diese Angabe gilt für alle Stecklinge!)
Insgesamt sollte ein  Johannisbeersteckling idealerweise eine Länge von ca.15 cm haben...
(= Gartenscheren-Länge)...




Die Blätter wurden bis auf diese 3 an der Spitze des Triebes bereits entfernt. Und diese 3 Blätter werden jetzt noch deutlich eingekürzt. So können sie nicht so viel Wasser verdunsten. Die Kraft geht eher in die Wurzelbildung! Damit dies zügig passiert, taucht man das untere Ende des Stecklings in Bewurzelungspulver! Dieses enthält viele Mineralien und es beschleunigt die erwünschte Wurzelbildung!




Ich experimentiere immer gerne ein wenig, und so habe ich hier die Stecklinge in den schmalen, absonnigen Streifen des Hochbeetes gesteckt. Wenn Ihr mehr über meine Hochbeete erfahren wollt schaut einfach einmal hier und hier.




Wie Ihr unschwer erkennen könnt, sind die 2 Johannisbeerstecklinge hier nicht alleine. Sie sind in guter Gesellschaft von Stecklingen folgender Pflanzen: Ilex Grenata (eine sehr empfehlenswerte Buchs-Ersatz-Pflanze!), von  Euonymus japonicus 'Ovatus Aureus', von der Heckenmyrthe Lonicera nitida 'Maigrün' und von 2 Hortensien. 




Sowohl der oben benannte Euonymus, der Ilex und die Lonicera sind immergrün und lassen sich, wenn gewünscht, in jede Form bringen, will heißen: sie sind allesamt sehr schnittverträglich!
 Der Ilex Grenata wächst allerdings langsamer wie Buchs, und er ist erheblich teurer. 
Vor diesem Hintergrund macht eine Stecklingsvermehrung doppelt Sinn!




Kommen wir nun zu den Stecklingen der Hortensien. Wie Ihr in der kleinen TV-Aufzeichnung gesehen habt, werden hier auch die diesjährigen Triebe (sie sind sehr gut zu erkennen, weil sie noch gänzlich grün sind!) für  die Stecklinge genommen! Schneidet aber nur die Triebe, die keinen Blütenknospenansatz haben!




Ein Hortensiensteckling sollte ca. 5 - 8 cm lang sein. Ihr könnt also aus einem Trieb mehrere Stecklinge machen.




Der Kopfsteckling ist der oberste Teil des Triebes, mit der sogenannten Terminalknospe (siehe Pfeil).



...die unteren Blätter wurden entfernt und die oberen deutlich eingekürzt...




Das ist jetzt ein Teilsteckling. Das sind alle Stecklinge unterhalb des Kopfstecklings.




Bei diesem werden das obere Stielstück und die Blätter gekürzt.




...und dann habe ich noch einen Tipp einer lieben SR-Reporterin umgesetzt.




Ich habe den unteren Teil des Hortensien-Stecklings mit einem sauberen, scharfen Messer
soweit eingeschnitten, dass ich ein Weizenkorn einschieben konnte...




...dann ins Bewurzelungspulver und ab in die vorbereitete Erde.




Wie Ihr hier sehen könnt, kann man auch die Abdeckung aus verschiedenen Materialien herstellen.
Hier habe ich die Stütze einer jungen Hängepflanze umgekehrt auf den Topf mit dem Steckling gesetzt und darüber eine (zuvor gelochte) Plastiktüte gestülpt! Auch das geht!




Das ist der abgeschnittene Teil einer Plastik-Wasserflasche - mit offenem Deckel - Zwecks leichter Luftzirkulation! Alle Abdeckungen sollten dennoch 1 x täglich gelüftet werden.




Erkennt Ihr hier die Lavendel-Stecklinge? Es sind die kleinsten im Bunde...




Als Abdeckung habe ich hier eine Frühjahrshaube für Salat- oder Gemüsepflanzen genommen.




Auch hier die Ventile geöffnet halten. Täglich auf genügend Feuchtigkeit achten! Diese sollte gleichbleibend sein! Aber Vorsicht! Zuviel Feuchte führt schnell nur Schimmelbildung, und dann war die ganze Arbeit "für die Katz"!

Noch etwas - ganz wichtig! 
Stellt die Töpfe unbedingt an einen absonnigen, windgeschützen Platz im Garten.

Klingt jetzt vielleicht alles etwas kompliziert, ist es aber nicht!




Nach ca. 1 Monat wächst frisches Grün! Wenn Ihr durchsichtige Pflanzgefäße (Töpfe oder der untere Teil einer Wasserflasche - mit Wasserabzugslöchern!) genommen habt, könnt Ihr auch dort das Wurzelwachstum erkennen.
Lasst das Ganze noch einen weiteren Monat stehen, dann könnt Ihr Eure zarten Pflänzchen in  Einzeltöpfe mit Blumenerde umpflanzen, und wiederum an den schattigen, windgeschützen Platz im Garten stellen, diesmal aber ohne Abdeckung.
Wenn es kalt wird, bitte reinholen! Ein frostfreier, heller Platz wäre das Richtige.
 (Stecklinge im Beet wieder abdecken, und hoffen, dass es nicht zu arg friert!)
Im kommenden Frühjahr wieder nach draußen bringen (wenn die Gefahr der frostigen Nächte vorbei ist!). Gießen und zart düngen ist jetzt angesagt. Und im kommenden Herbst können Eure neuen, selbst gezogenen Pflanzen dann an Ihren Bestimmungsort im Garten!




Und hier noch einmal der Link zu unserer kleinen Fernseh-Aufzeichung:


http://sr-mediathek.sr-online.de/index.php?seite=7&id=53103&startvid=8





 ...und wenn Ihr möchtet, schaut doch auch einmal in den vorigen Post: 
"Das Fernsehen war wieder da!...und einiges mehr..."

...denn dort fängt es an - mit den Stecklingen!!!
Ich drücke für alle experimentierfreudigen die Daumen! Und ich bin sicher: Das klappt!!!


Alles Liebe

Eure Heidi


Verlinkt wird dieser Post noch schnell mit 



Jetzt hätte ich doch fast die Auflistung der Gewächse vergessen, die sich zur Stecklingsvermehrung gut eignen. Sie erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollzähligkeit!!!


 Einfache Blütensträucher kann man durch Stecklinge (oder Steckhölzer) vermehren.  
Hier einige Beispiele: Deutzie, Kolkwitzie, Frühlingsspieren (Braut- , Pracht- und Rispenspiere), Gewöhnlicher (Gemeiner) Schneeball (Viburnum opulus), Jasmin, Forsythie, Holunder, Buddleja (Sommerflieder), Ballen- und Rispenhortensien, Flieder, Oleander, Rosen…       

Immergrüne Sträucher –hier leicht verholzte Triebevon Frühjahr bis Herbst möglich,
im Sommer ist der beste Zeitpunkt;   
           z. B.: Ilex Crenata  (Buchsersatz), Buchs, Lonicera nitida maigrün (Heckenmyrthe) ,                  Euonymus (Spindelsträucher) sehr giftig! (dazu gehört auch das Pfaffenhütchen = tödlich!)

Sommerblüher: Pelargonien, Fleißiges Lieschen, Fuchsien, Sommer-Margerithen… 

   Beerensträucher:  
                     Himbeeren, Brombeeren, Tayberrys, Johannisbeeren, Josta …                                             

Kräuter-Stecklinge von mehrjährigen Kräutern im Herbst 
(am besten Ende September):             
Salbei, Rosmarin, Oregano, Minze, Estragon, Bergbohnenkraut, Thymian, Lavendel…   
Die Stecklinge vom African-Blue-Basilikum sollte man allerdings im Frühjahr machen.                                    

 Bei den nächsten Pflanzen, die ich Euch hier benenne, nimmt man eher Steckhölzer, aber das ist ein anderes Thema, dazu irgendwann mehr. Zudem wurzeln diese Pflanzen nicht sehr zuverlässig. Trotzdem ist es m. E. einen (ich schneide dann immer mehrere Steckhölzer…) Versuch wert, denn es sind herrliche Pflanzen:  Zierkirschen, Zierapfel, Blutpflaume…